Daten und Fakten


Bedarf an Betreuung steigt

Vergleicht man die Anzahl von Betreuungen in den vergangenen Jahren, wird deutlich, dass der Unterstützungsbedarf stetig steigt. Wurden 1995 noch 625.000 Menschen betreut, sind es heute  bereits 1,3 Millionen – also fast doppelt so viele. Gründe hierfür gibt es viele: Das durchschnittliche Alter wächst, Familienstrukturen lösen sich auf und soziale Einrichtungen können aufgrund finanzieller Einschränkungen weniger leisten. Zudem wird es immer schwieriger, soziale Unterstützungsleistungen zu beantragen und zu erhalten. Auch die Zahl der Menschen mit Behinderungen und komplexen Problemlagen nimmt zu.

Gesamtentwicklung

Die Gesamtzahl der Betreuungen steigt seit Jahren, jedoch in den letzten beiden Jahren weitaus geringer. Nicht erfasst sind Betreuungsverfahren, die während eines laufenden Kalenderjahres neu begonnen wurden und am Ende des gleichen Jahres nicht mehr fortbestanden.

BdB Gesamtentwicklung 2004-2014

 

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Erstbestellungen

2012 gab es insgesamt 232.896 Erstbestellungen von Betreuer/innen (-4,5%). Der Anteil ehrenamtlicher Betreuungen sank und lag bei 60,5 Prozent. Die Quote beruflicher Betreuungen steig geringfügig auf 39,5 Prozent.

 

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Genehmigungen nach § 1906 BGB

2012 wurden insgesamt 56.490 Mal Unterbringungen (§ 1906, Abs. 1) genehmigt – damit ist der Wert im Vergleich zu den Vorjahren nahezu gleich geblieben. Die Unterbringungsquote je 10.000 Einwohner/innen lag 2012 am niedrigsten in Thüringen (1,45) und am höchsten in Bayern (14,95). Für freiheitsentziehende Maßnahmen wie Fixierungen und Bettgitter (§ 1906, Abs. 4) gab es 85.132 Genehmigungen. Hier setzt sich der rückläufige Trend fort. 2011 waren es noch 89.074 und 98.119 im Jahr 2010.

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DOWNLOADS

Daten und Fakten kompakt:
die BdB-Factsheets

Folgend finden Sie Informationen zum Thema rechtliche Betreuung und ihre Rahmenbedingungen, kompakt zusammengestellt auf jeweils zweiseitigen
Factsheets zum Download:

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Die Forderungen des BdB an die Politik:

Betreuung muss Profession werden!
Der BdB fordert die Anerkennung rechtlicher Betreuung als Beruf in einem System der unterstützten Entscheidungsfindung für die Klient/innen im Sinne der UN-Behin­derten­rechts­konven­tion.
Dazu braucht Betreuung Qualität:
Schaffung von Qualitäts­standards – auch bei der Berufszulassung; Qua­li­täts­siche­rung durch Schaffung einer Berufskammer.
Und: Betreuung muss be­darfs­gerecht finanziert und ange­messen vergütet werden.