BdB bezieht Position für Demokratie und Menschenrechte

Bundesverband enthüllt Schriftzug an den Fenstern der Hamburger Geschäftsstelle

"BdB für Demokratie & Menschenrechte!": Heute Vormittag wurden die Buchstaben des Schriftzugs an den Fenstern der Geschäftsstelle des Bundesverbands der Berufsbetreuer*innen (BdB) an der Schmiedestraße angebracht. Gut sichtbar für alle Hamburgerinnen und Hamburger, die den Domplatz passieren.

Ein klares Bekenntnis zur Zivilgesellschaft

Der Bundesverband der Berufsbetreuer*innen distanziert sich von rechtsextremistischem Gedankengut sowie jeglicher Form von Ausgrenzung oder Remigration von Menschen, die in dieser Gesellschaft leben. BdB-Geschäftsführer Dr. Harald Freter sagt über die Aktion: „Angesichts der besorgniserregenden Entwicklungen im Land, ist es dem BdB ein großes Anliegen, uns für alle sichtbar zu Demokratie und Menschenrechten zu bekennen.“

„In Zeiten, in denen sich rechtsextremistische Tendenzen verstärken, fühlen wir uns als Verband verpflichtet, Position zu beziehen. Wir stehen für eine offene, inklusive Gesellschaft“, sagt der Verbandsvorsitzende Thorsten Becker.

Der BdB ist besorgt über die aktuellen Entwicklungen im Land und würdigt „die erfreuliche Resilienz der Zivilgesellschaft“, so Thorsten Becker weiter: „Es ist ermutigend zu sehen, wie Menschen aufstehen, um sich gegen Rechtsextremismus und für unsere Demokratie zu engagieren.“

Berufsbetreuer*innen schützen Menschenrechte

Berufsbetreuer*innen setzen sich täglich dafür ein, die Rechte ihrer Klient*innen zu wahren und gegenüber Behörden durchzusetzen. Ziel ist es, den betreuten Menschen ein selbstbestimmtes Leben sowie gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Dies spiegelt das humanistische Menschenbild, das den Kern der Betreuungsarbeit bildet. Das Leitbild des Verbands beruht auf der UN-Menschenrechtskonvention von 1948 und der UN-Behindertenrechtskonvention von 2006.

Demokratie als Grundpfeiler unserer Arbeit

BdB-Geschäftsführer Harald Freter betont: „Betreuung ist nur in einem demokratischen Rechtsstaat möglich, in dem Menschenrechte fest in der Verfassung verankert sind. Die Bedeutung dieser Werte wird insbesondere vor dem geschichtlichen Hintergrund der Entmündigung und Entrechtung von Menschen unterstrichen.“

Aufruf zur Solidarität und Vernetzung

Der BdB ruft andere Organisationen und Kooperationspartner auf, sich dieser Position öffentlich anzuschließen. Thorsten Becker: „Gemeinsam können wir ein starkes Signal gegen Rechtsextremismus setzen.“

Mehr Informationen:

www.berufsbetreuung.de | X: @BdB_Deutschland | BdB-Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten

Pressekontakt:
nic communication & consulting | Bettina Melzer
Tel.: 030 – 34 66 19 41 | mobil: 0163 – 575 1343 | bm@niccc.de | www.niccc.de

Angebot an Journalist*innen: Sie wollen einmal einen Berufsbetreuer oder eine Berufsbetreuerin in Ihrer Nähe begleiten? Sie brauchen ein Beispiel von Klient*innen, die von Berufsbetreuung profitieren? Möchten Sie eine Expertin oder einen Experten aus Ihrer Region sprechen? Oder benötigen Sie mehr Hintergrundinformationen? Rufen Sie uns einfach an. Oder schreiben Sie uns. Wir helfen gern weiter!

Über den BdB:
Der Bundesverband der Berufsbetreuer*innen e.V. (BdB) ist mit rund 8.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung des Berufsstandes Betreuung. Er ist die kollegiale Heimat seiner Mitglieder und macht Politik für ihre Interessen. Er stärkt seine Mitglieder darin, Menschen mit Betreuungsbedarf professionell zu unterstützen, ein Leben nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu führen – selbstbestimmt und geschützt. Der BdB wurde 1994 gegründet – zwei Jahre, nachdem mit dem Betreuungsgesetz Konzepte wie „Entmündigung“ und „Vormundschaft“ für Erwachsene abgelöst wurden. Bereits damals leitete ihn der Gedanke, Menschen mit Betreuungsbedarf in Deutschland professionell zu unterstützen, so dass sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Mit seiner fachlichen Expertise und viel Idealismus setzte sich der Verband bereits frühzeitig für mehr gesellschaftliche Teilhabe betreuter Personen ein, wie sie erst später gesetzlich verankert wurde. Handeln und Entscheidungen der BdB-Mitglieder basieren auf demselben humanistischen Menschenbild, das auch der UN-Menschenrechtskonvention von 1948 und der UNBehindertenrechtskonvention von 2006 zugrunde liegt.