Unterstützte Entscheidungsfindung


Der Ansatz der Unterstützten Entscheidungsfindung ist seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2009 vermehrt in Diskussion und durchzieht mittlerweile diverse gesellschaftliche Themenfelder, auch das Betreuungswesen. Spätestens nach dem Staatenbericht, der 2015 die Unvereinbarkeit des deutschen Betreuungsrechts mit der Konvention feststellte, ist Deutschland angehalten, alle Formen von Bevormundung und ersetzender Entscheidung durch ein „System der Unterstützten Entscheidungsfindung“ zu ersetzen.

Aber was genau ist Unterstützte Entscheidungsfindung im Handlungsfeld der rechtlichen Betreuung und wie kann man diesem Anspruch gerecht werden? Das fängt beim Verständnis der inhaltlichen Tragweite an, geht weiter zu ihrer notwendigen rechtlichen Normierung gepaart mit der Bereitstellung der Mittel und hört bei der praktischen Umsetzungsgarantie, also dem „Wie“, auf. In den abschließenden Bemerkungen zum ersten Staatenbericht empfiehlt der Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, dafür professionelle Qualitätsstandards zu entwickeln.

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Entscheidungsprozesse im Rahmen der Betreuung von Menschen mit Demenz

Beitrag von Tanja Richter / Julia Lühnen im BdB-Jahrbuch 2019