14.1.2020

Wie ein Beihilfeberater Sie entlasten kann

Unter den Klienten von Betreuer/innen finden sich meist nur wenige Beihilfe-Berechtigte, also ehemalige Beamte oder deren ebenfalls berechtigte Angehörige. Entsprechend gering sind meistens die Erfahrungen mit den diversen Bestimmungen und Formalitäten. Wenn der Betreuungsfall eintritt, müssen Betreuer diese Ansprüche aber kennen und berücksichtigen. Ein Beihilfeberater kann Sie in diesem Fall unterstützen. Mehr in dem Beitrag unseres Kooperationspartners medirenta.

 

Von Gunda Staacke (Medirenta Berlin) 

Was ist ein Beihilfeberater?

Beihilfeberater zählen zur Berufsgruppe der rechtsberatenden Berufe, sind also mit Steuerberatern vergleichbar. Und wie ein Steuerberater vertritt ein Beihilfeberater verantwortlich die Interessen seiner Mandanten und ist beauftragt, für diese all das durchzusetzen, worauf sie Anspruch haben. Allerdings auf einem anderen Rechtsgebiet, dem Beihilfe und Versicherungsrecht.

Beihilfeberater vertreten ihre Mandanten gegenüber allen Kostenträgern im  Gesundheitswesen, also auch den Ärzten, Zahnärzten, Kliniken, Kur- und Reha-Einrichtungen, der privaten Krankenversicherung, der Beihilfestelle, der Pflegekasse, Unfallversicherungen und vielen mehr.

Wenn Ihre Klienten bei einem rechtlich zugelassenen Beihilfeberater und seinem Team Mandanten sind, dann senden Sie einfach alles, was mit der Krankenkostenabrechnung Ihrer Klienten zusammenhängt, dorthin. Alles Weitere übernehmen die Spezialisten des Beihilfeteams. Bei Bedarf

 

Aufgaben des Beihilfeberaters

Zunächst werden die Arztrechnungen Ihrer Klienten auf sachliche und formale Richtigkeit überprüft. Ist diese Überprüfung erfolgt, wird unmittelbar die notwendig werdende Korrespondenz mit der Beihilfestelle, der Krankenkasse, den Ärzten etc. vorgenommen - und bei Bedarf wird alles Weitere veranlasst, was zur Klärung von fraglichen Angelegenheiten erforderlich ist.

Nunmehr werden die abzurechnenden Belege den in Frage kommenden Kostenträgern zugeordnet und alle notwendigen Antragsformalitäten übernommen, wie Beihilfeantrag, Aufstellung der Kosten, Zusammenstellung der Aufwendungen und Antrag auf Vorschusszahlung. Darüber hinaus auch Anträge auf Psychotherapie, Kuren etc., sowie die Pflegekostenabrechnung (auch 150 %, UVI).

 

Natürlich berücksichtigen die Beihilfespezialisten auch die Einhaltung der im Beihilferecht vorgesehenen Bagatellgrenzen und Verjährungsfristen. Zudem verkürzt sich die Wartezeit bis zur Erstattung der Kosten durch den direkten Postservice anstelle des Dienstweges.

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Nun werden vom Beihilfeteam die Erstattungsbescheide inhaltlich überprüft. So können häufig auftretende Erstattungsfehler sofort erkannt und behoben werden. Immer wieder kommt es auf Seiten der Kostenträger trotz sorgfältiger Vorprüfungen der Belege zu ungerechtfertigten Kürzungen des Beihilfeanspruches. Hier gilt es dann eventuell Rechtsmittel, wie zum Beispiel einen Widerspruch, fristgerecht einzulegen. Sind die Bescheide nicht zu beanstanden, erhalten Sie von ihrem Beihilfeberater eine detaillierte Aufstellung, aus der Sie sehr übersichtlich entnehmen können, wie sich die Erstattung der Belege zusammensetzt.

Der Beihilfeberater betreut Ihren Klienten auch im Vorfeld geplanter Behandlungen und berät insbesondere zu Abrechnungsfragen und Eigenanteilen.

 

Der Beihilfeberater gibt Rechtssicherheit

Bei dem von Berufsbetreuern betreuten Personenkreis handelt es sich in den meisten Fällen um beeinträchtigte, wenn nicht sogar schwer kranke Personen. Meist ist die  Krankenkostenabrechnung dann besonders aufwendig und deutlich komplizierter als bei aktiven, überwiegend gesunden Beamtinnen und Beamten und deren Angehörigen.

Betreuern kann nicht zugemutet werden, vollumfängliche Rechtskenntnisse in den Bereichen Beihilferecht, Versicherungsrecht, Pflegegesetz usw. zu haben. Es besteht also die Gefahr, dass hohe Eigenanteile möglicherweise zu Lasten des Klienten gehen, weil bestimmte Kosten nicht sach- und fachgerecht abgerechnet werden konnten.

Oft werden auch Ansprüche z.B. bei gesetzlich Versicherten oder Hinterbliebenen aus Unkenntnis gar nicht geltend gemacht oder Fristen versäumt. Hier Rechtssicherheit zu schaffen, ist eine der Hauptaufgaben des Beihilfeberaters.

 

Transparenz durch separate Kontoführung für Krankenkosten

Die gesamte Abrechnung wird über ein vom Beihilfeberater für den Klienten geführtes Treuhandkonto abgewickelt. Alle notwendigen Zahlungen (Ärzte, Krankenhaus, Apotheken, Pflegeheime) werden direkt und fristgerecht veranlasst.

Als Berufsbetreuer/in bekommen Sie einen gerichtsverwertbaren Ausdruck aller getätigten Buchungen sowie die Kontoauszüge des Treuhandkontos Ihres Klienten. Ferner ist es möglich, die geführten Treuhandkonten via „Starmoney“ oder „SFirm“ direkt in die Betreuer-Software „bdb at work“ zu übernehmen und damit nicht nur einen schnellen Überblick aller Kontobewegungen auf einen Blick zu haben, sondern auch sofort die Treuhandkonten in die jährliche Rechnungslegung einfließen zu lassen.

 

Was ist zu tun?

Um die Krankenkostenabrechnung in die Hände der Beihilfespezialisten zu geben, setzen Sie sich am besten telefonisch oder per eMail in Verbindung. Sie erhalten danach die notwendigen Antragsunterlagen für den jeweiligen Betreuten und können die vorliegenden Krankenkostenvorgänge auch direkt zusammen mit dem unterschriebenen Mandat zurücksenden.

 

Weitere Hinweise:

Eine Vielzahl von anzuwendenden Regelungen im Bereich der Krankenkostenabrechnung gilt es zu berücksichtigen:

  • mehr als 17 verschiedene Rechtsgrundlagen für die Beihilfe zuzüglich des Beamtenrechts und den Ausführungsvorschriften.
  • Krankenversicherungsrecht und Tarifbedingungen der Versicherungsgesellschaften (weit über 100 Gesellschaften in Deutschland)
  • Pflegeversicherung, auch mit ihren landesspezifischen Ausprägungen
  • Gebührenverzeichnisse wie GOÄ, GOZ und GebüH
  • SGB V,XI und SGB XII inkl. Kur, Rehabilitation, Anschlussheilbehandlungen und Sanatorium
    • Richtlinien u.a. für:
      • Arzneimittel
      • Transporte
      • Chroniker
      • Heil- und Hilfsmittel
      • Schutzimpfungen
      • Bundespflegesatzverordnung,
      • Krankenhausentgeltgesetz und Maximalversorgung
      • Beamtenrecht
      • Bundesbeamtenbesoldungsgesetz
      • Gesundheitsuntersuchungen / Amtsarzt
      • Jugendgesundheitsuntersuchungen
      • Geburt und Kinder
      • Krebsfrüherkennung und Vorsorge
      • künstliche Befruchtung 

 

Die am häufigsten vorkommenden Fehler in einer Arztrechnung kann man in drei große Gruppen unterteilen:

1. Steigerungssätze

2. Ausschlussziffern

3. Formfehler

 

Bei Fragen dazu wenden Sie sich auch gerne an:

MEDIRENTA Krankenkostenabrechnungs GmbH

Buckower Damm 114 / 12349 Berlin

030 / 27 00 00        info@medirenta.de   

      www.medirenta.de

MEDIRENTA ist als Rechtsdienstleister gerichtlich zugelassen. Die Beihilfe-Spezialisten aus Berlin-Buckow nehmen seit 35 Jahren Beamten und ihren Angehörigen bundesweit diese Sorgen ab und bieten einen wirklich umfassenden Service.