Archiv Landesgruppe Berlin


Berlin, 23.7.2015

Es fehlt an Zeit für Klienten – Bundestagsabgeordnete Eva Högl (SPD) beim Praxistag in Berliner Betreuungsbüro

Dr. Eva Högl (SPD-MdB) ließ sich vom Berliner BdB-Landesgruppensprecher Thomas Behrendt die Arbeit von Berufsbetreuern erklären

„Ihre Kritik an den Rahmenbedingungen ist mehr als berechtigt. Sie haben zu wenig Zeit für Ihre Klienten.“ Die Bundestagsabgeordnete Dr. Eva Högl (SPD) will den Bundesverband der Berufsbetreuer/innen in seinem Engagement für bessere Rahmenbedingungen unterstützen. Dies kündigte die Politikerin im Rahmen eines Praxistages an, den sie im Büro des Berliner Landesgruppensprechers Thomas Behrendt absolvierte. „Es ist evident, dass sich in den vergangenen zehn Jahren die Anforderungen an die Berufsbetreuung massiv erhöht haben, Sie arbeiten aber weiter zu den gleichen Konditionen. Darunter wird auf Dauer die Qualität leiden“, so Högl zu Behrendt.

Thomas Behrendt unterstützt viele Klientinnen und Klienten mit Doppeldiagnosen. Menschen, bei denen beispielsweise eine psychische Erkrankung mit einer Sucht einhergeht: „Diese Fälle sind komplex. Mit durchschnittlich 3,2 Stunden pro Mensch und Monat, die ich abrechnen darf, komme ich nicht aus. Das Vergütungssystem berücksichtigt weder die Komplexität eines Einzelfalls noch die Aufgabenkreise, die ich als Betreuer erfülle. Es richtet sich lediglich danach aus, ob ein Klient im Heim lebt oder in der eigenen Wohnung, ob er vermögend ist oder mittellos.“

Konsens zwischen Högl und Behrendt bestand auch darüber, dass die Professionalisierung der Betreuung ein überfälliger Schritt hin zu mehr und verlässlicher Qualität ist. Dazu Eva Högl: „Ich bin eine Freundin von Standards. Klare Rahmenbedingungen sind wichtig. Für die Betroffenen geht es um sehr viel – etwa um Eingriffe in Grundrechte. Jeder einzelne Betreute muss sich darauf verlassen können, dass sein Berufsbetreuer ein Set an Qualifikationen mitbringt.“

Der BdB engagiert sich seit Jahren dafür, dass der Zugang zum Beruf Betreuer durch eine qualifizierte Ausbildung geregelt und verbindliche Standards für die Berufsausübung geschaffen werden. Thomas Behrendt „Wir brauchen eine anerkannte Fachlichkeit und Methodik, die für alle Kolleginnen und Kollegen verpflichtend ist.“

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Achtung: Änderung der BdB-Info-Veranstaltung am 28. November 2016

Ä n d e r u n g

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

 

den für den 28. November geplanten Infoabend zum Thema Datenschutz können wir leider derzeit nicht anbieten. Dennoch möchten wir den Termin um 19:00 in der Pro Seniore Residenz am Ku-Damm 100 nicht verstreichen lassen.

Wir möchten über den Stand der laufenden Studie informieren und die Gelegenheit zum kollegialen Austausch nutzen. Ich freue mich auf Ihr Kommen und verbleibe

mit freundlichen Güßen.


Siegfried Kaufmann

 


 
 

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Berlin, 15.7.2015

10 Jahre Betreuungsbüro Tegel BBT

Eveline Kietz-Dierichen, Kerrin Elmen-Hain, Antje Hermesson und Thorsten Decker (v. l.) vom Betreuungsbüro Tegel

Zu Gast auf der Jubiläumsfeier: Elena Janako vom Jugendamt Reinickendorf, Andreas Kumm (M.), Leiter der Betreuungsbehörde Reinickendorf, und Andreas Höhne, stellvertretender Bezirksbürgermeister

Das Betreuungsbüro Tegel (BBT) feierte sein zehnjähriges Bestehen. Der Einladung folgten zahlreiche Gäste, darunter der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Jugend, Familie und Soziales, Andreas Höhne.

„Wir brauchen mehr Zeit für unsere Klienten“, forderte Eveline Kietz-Dierichen, die Gründerin des BBT. „Ziel unserer Arbeit ist es, den Wunsch und Willen unserer Klientinnen und Klienten zu ermitteln, um ihnen so viel Selbstständigkeit wie möglich zu erhalten. Ob es nun der Wunsch ist, in einer eigenen Wohnung zu leben, oder als älterer Mensch seine Wohnung zu behalten.“

Berufsbetreuer stünden Menschen zur Seite, die nicht in der Lage sind, alle oder einen Teil ihrer Anliegen selbst umsetzen zu können. Die Bürokratie habe zugenommen, Anträge würden immer komplizierter. Das Zeitbudget von durchschnittlich 3,2 Stunden, das pro Mensch und Monat abgerechnet werden darf, reiche hinten und vorne nicht mehr. „Deshalb fordern wir mindestens fünf Stunden“, so Kietz-Dierichen.

Und weiter: „Wir kämpfen und stehen ein für gute Qualität in der Betreuungsarbeit und haben uns durch die Eintragung im BdB-Qualitätsregister diesem Ziel verpflichtet. Wir kämpfen auch um die Anerkennung als Beruf inklusive Schaffung einer  Berufskammer. Dabei verfolgen wir das Ziel, die Wünsche und Bedürfnisse unserer Klienten zu ermitteln, sie umzusetzen und ihnen in jeder Situation ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.“

Insgesamt nahmen mehr als 100 Gäste an der Jubiläumsfeier teil, darunter zahlreiche Kolleg/innen, Wegbegleiter/innen, Ansprechpartner/innen in den Einrichtungen der Altenhilfe, der Jugend- und Behindertenhilfe sowie Betreuer/innen und Einzelfallhelfer, die die Klient/innen im Team von Eveline Kietz-Dierichen im täglichen Leben unterstützen. Ein besonderer Dank galt den Ansprechpartnern von Firmen und Unternehmen, die die Arbeit des Betreuungsbüros begleiten. Dazu zählen Ansprechpartner bei den Banken sowie die Anwälte und Steuerberater des Büros.

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INFO-ABENDE Februar bis November 2016

                                                                                                         Landesgruppe BERLIN im Feb. 2016

Liebe Berlinerinnen und Berliner,                                                               

 

die diesjährige Delegierten­versammlung und Jah­restagung findet vom 21. bis 23. April in Bad Kissingen statt unter dem Motto Profession Betreuung: Verantwortung braucht Unabhängigkeit.

 

Wir Berliner starten unsere Info-Abende am Montag, 29.02. wieder im Tertinum, Passauer Straße 5-7, 10789 Berlin, um 19:00; jedoch im Clubraum. Das ist im Atrium gleich links der erste Raum.

 

 

Fred Rehberg wird dann Wissenswertes zu Erbe und Betreuung vermitteln und auf alle unsere Fragen Antworten haben.

 

Am 25. April beschäftigen wir uns mit dem zunehmend wichtiger werdenden Thema Hospizarbeit. Frau Rehberg, die seit vielen Jahren in dem Bereich arbeitet, konnten wir hierzu als Referentin gewinnen.

 

Am 27. Juni wird Sylvia Pfeiffer Neues und Wissenswertes in SGB II und XII vortragen und unsere Fragen erschöpfend beantworten. Wir werden an diesem Tag schon um 18:00 beginnen, da Ihr zu etwa 20 Uhr - herzlich eingeladen seid, beim Barbecue im Garten des Ter­tianum  zu plau­dern und zu netzwerken - Achtung: Änderung Veranstaltungsort: Die gesamte Veranstaltung findet nun in der Pro Seniore Residenz am Kurfürstendamm 100 statt (siehe Mitteilung oben).

Damit wir den Bedarf planen können bitte ich freundlichst um eine verbindli­che Anmel­dung bis zum 20. Juni unter kaufmannlugano@gmx.de.

 

Am 29. August wird uns Dr. Mathias Bechem für den Umgang mit herausforderndem Verhalten von psychisch Erkrankten sensibilisieren und wappnen.

 

Für den 28. November haben wir das Thema Datenschutz geplant.

 

Das 16. Berliner Forum zum Betreuungrecht wird am Dienstag, den 11. Oktober wie voriges Jahr wieder in der HWR in Lichtenberg stattfinden. Wir fanden den Ort nicht nur atmosphärisch gut und geeignet. The­ma und weitere Informationen zur Anmeldung gehen Euch rechtzeitig zu.

 

Bitte kommt so rechtzeitig, dass die Veranstaltung nicht gestört wird.

 

Aktuelle Informationen auch Änderungen werden auf der Internetseite der Landesgruppe veröf­fentlicht. - Noch rascher auch spezieller geht es, wenn funktionierende Email-Adressen bekannt sind.

 

Mit besten Grüßen

gez.

Siegfried Kaufmann

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16. Berliner Forum zum Betreuungsrecht am 11. Oktober 2016

Das Berliner Forum zum Betreuungsrecht hat sich in den vergangenen
Jahren über die Region hinaus zu einem anerkannten Forum des Erfahrungsaustausches zwischen den Akteuren im Betreuungswesen entwickelt.
Das 16. Berliner Forum zum Betreuungsrecht, eine Gemeinschaftsveranstaltung der BdB-Landesgruppe Berlin und dem Kommunalen Bildungswerk e.V., unterstützt  von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), steht unter dem Titel „Aktuelle Entwicklungen und Rechtsprechung im Betreuungsrecht″. Aktuelle Entwicklungen werden aufgegriffen und sollen zu einer fachlichen Diskussion anregen.

Referent/innen sind Thorsten Becker (Vorsitzender des BdB), Peter Winterstein (Vorsitzender des Betreuungsgerichtstags, BGT), Prof. Dr. Jutta Müller-Lukoschek und Steffen Sambill (beide von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Fachbereich Rechtspflege) und Christine Vandrey (Fachanwältin für Sozialrecht, Berlin). Das Grußwort spricht Andrea Schnellenbach (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz).


Das gesamte Programm inklusive des Formulars für Ihre Anmeldung (bitte bis 25.9.2016) finden Sie unten als PDF-Download.

Die Teilnahmegebühr beträgt für BdB-Mitglieder 40 Euro,
für sonstige Teilnemer/innen 70 Euro. Ein Mittagsimbiss ist inbegriffen.

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Pressemitteilung 15. Berliner Forum zum Betreuungsrecht am 7.10.2015 in der Hochschule für Wirtschaft und Recht

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