Aufgaben und Tätigkeiten

Der BdB: größte Interessenvertretung des Berufstandes Betreuung


Der Bundesverband der Berufsbetreuer/innen e.V. (BdB) zählt rund 6.500 Mitglieder und wurde 1994 im Zuge des neuen Betreuungsrechts gegründet. Damit ist der BdB die größte Interessenvertretung des Berufsstandes "Betreuung". Oberstes Gremium ist die Delegiertenversammlung, die unter anderem den Vorstand wählt und einmal jährlich tagt.

Der Verband vertritt berufsständische Interessen bei Politik und in der Öffentlichkeit, entwickelt den Beruf fachlich weiter, setzt sich für die Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Betreuungsarbeit ein und bietet umfangreiche Service- und Dienstleistungen. 16 Landesgruppen sind regional aktiv und sichern kurze Kommunikationswege zu den Mitgliedern. Der BdB setzt sich für die fachlichen und wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder ein. Um dieses Ziel zu erreichen hat der Verband in den vergangenen Jahren etliche öffentlichkeitswirksame Kampagnen durchgeführt und tragfähige Kontakte zu Politiker/innen aller Parteien sowie Vertreter/innen von Ministerien und Behörden aufgebaut. Der Verband fördert die Professionalisierung von Berufsbetreuung und verfolgt das politische Ziel, Betreuung als anerkannten Beruf zu etablieren.

 

Betreuung wird immer wichtiger

Die gesellschaftliche und sozialpolitische Entwicklung in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass Betreuung eine immer wichtiger werdende Aufgabe im sozialen Sicherungs- und Versorgungssystems einnimmt. Die Anforderungen an den Beruf sind kontinuierlich gestiegen. Gleichzeitig aber behindern die derzeitigen Rahmenbedingungen eine qualifizierte Ausübung des Berufes. Der Verband verfolgt in seiner Arbeit zwei Hauptstränge: den Beruf Betreuung von innen heraus fachlich und qualitativ zu entwickeln und mittels der politischen Auseinandersetzung die Rahmenbedingungen für Betreuung zu verbessern.

In den vergangenen Jahren findet im Sozial- und Gesundheitsbereich eine Entwicklung statt, die den Menschen mehr Selbstbestimmung ermöglicht. Stichworte: ambulant vor stationär, Persönliches Budget für behinderte Menschen, private Pflegedienstleitungen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass mehr Selbstverantwortung, Eigeninitiative und individuelle Kraft gefordert ist, um an diese Leistungen zu gelangen. Immer weniger Menschen sind in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen, Sozialleistungen zu beantragen und in Anspruch zu nehmen. Hierfür benötigen sie professionelle Unterstützung.  Die berufliche Betreuung wird vor diesem Hintergrund immer mehr zum Schlüssel für den Zugang von Menschen zu ihrem Recht auf Versorgung und Unterstützung. Hierzu bedarf es umfassender Regelungen, für die der BdB Konzeptionen entwickelt.