Landesgruppe Berlin


Landesvorstand

 

Telefon
Thomas Behrendt (Sprecher) 030-69519281
Siegfried Kaufmann (Finanzen) 030-39740646
Frank-Dieter Zielke   030-78714583
Fred Rehberg   030-54718125
Gabi Baringer 030-40696932

 E-Mail: berlin@bdb-ev.de

 

Infoabende Oktober und November 2017

Liebe Berliner Kolleginnen und Kollegen,

an unserem Info-Abend im 30. Oktober haben wir Dr. Mathias Bechem zu Gast. Er wird unter der Überschrift >Wenn Normalität zum Sonderfall wird< über das Wachsen der diagnostischen Blase referieren.

Wir beginnen wie immer um 19 Uhr in der Pro Seniore-Resi­denz am Ku-Damm 100 im ersten Obergeschoss.

 

Für den 27. November hat Sylvia Pfeiffer wieder zugesagt. Sie weiß wie immer auf alle Fragen, die sich aus dem SGB II und XII ergeben, eine Antwort.

 

Eventuell notwendige Terminänderungen wer­den hier be­kannt geben.

Mit besten Grüßen

Siegfried Kaufmann

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Leitfaden für Mitarbeiter der Berliner Jobcenter mit Berufsbetreuern

Die Geschäftsführungen der Berliner Jobcenter haben einen Leitfaden zur Zusammenarbeit mit Berufsbetreuern abgestimmt, den wir hier als Download bereitstellen.

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Jobcenter-Leitfaden Berlin

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Das System bewahren und notwendige Veränderungen angehen (14.10.2016)

Annette Schnellenbach, Referatsleiterin Betreuungsrecht im BMJV

Berlin, 14. Oktober 2016 – „Ziel aller Reformbemühungen muss es sein, eine qualitativ hochwertige Betreuung auch in Zukunft zu gewährleisten. Wir untersuchen, was eine qualitätsvolle Betreuungspraxis ermöglicht und braucht, damit Betreute ein selbstbestimmtes Leben führen können und ihnen gleichzeitig der erforderliche Schutz im Rechtsverkehr zukommt.“ Über Ziele und Stand der beiden rechtstatsächlichen Untersuchungen des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz berichtete Referatsleiterin Annette Schnellenbach auf dem 16. Berliner Forum zum Betreuungsrecht.

Der Teil der Studie zur Qualität der rechtlichen Betreuung, der der quantitativen Evaluierung des Vergütungssystems (Zeitbudgetforschung, Einkommensentwicklung) dient, werde prioritär behandelt, so Annette Schnellenbach, „denn bisher fehlt es an den notwendigen empirischen Erkenntnissen zur Vergütung. Wir untersuchen, ob die pauschale Vergütung, wie sie 2005 festgeschrieben wurde, die richtigen Anreize für eine Betreuung setzt, die das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen hinreichend achtet.“ Die umfangreichen Online-Befragungen von Berufsbetreuer/innen mittels Fragebogen seien nun abgeschlossen, die Ergebnisse seien bis Ende November dem Ministerium vorzulegen und der Beirat des BMJV werde sich dann Mitte Dezember damit befassen.

Ziel des BMJV sei es, das bewährte System der rechtlichen Betreuung in Deutschland zu bewahren und so zu modernisieren, dass die Maßgaben der UN-Behindertenrechtskonvention in der Praxis auch umgesetzt werden: „Jede künftige Fortentwicklung des Betreuungsrechts in Deutschland muss auf das Ziel ausgerichtet sein, die konsequente Orientierung an Wunsch und Willen der Betreuten und am Erforderlichkeitsgrundsatz sicherzustellen“, kündigte Annette Schnellenbach an.

Der BdB-Vorsitzende Thorsten Becker forderte in seinem Vortrag die Professionalisierung von Betreuung: „Wir leisten unter schwierigen Bedingungen gute Arbeit. In Anbetracht der hohen Verantwortung, die Berufsbetreuer/innen innehaben, ist es geboten, dass der Beruf endlich anerkannt wird. Wir brauchen eine geregelte Ausbildung, verbindliche – also haftungsrelevante – Standards und Leitlinien sowie eine sachkundige Berufsaufsicht“, so Becker.

Qualitätsvolle Betreuung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention sei ein Unterstützungsprozess zur Gewährleistung der Rechts- und Handlungsfähigkeit, dessen Kern Menschenwürde und Selbstbestimmung bilden. „Unser Leitbild ist es, unterstützend zu handeln und gemeinsam mit den Klienten Entscheidungen zu treffen. Wenn wir stellvertretend agieren, dann nur im Auftrag des Klienten oder zu dessen Schutz vor Selbstschädigung. Dieser Unterstützungsprozess kostet Zeit. Zeit, die wir mit durchschnittlich 3,1 Stunden pro Klient und Monat nicht zu Verfügung haben. So schafft das aktuelle Vergütungssystem die falschen Anreize. Ich bin optimistisch, dass die Studie des BMJV dies belegen wird.“

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„Qualität und Vergütung korrelieren“ - Abgeordnete Canan Bayram (Bündnis 90/Die Grünen) setzt sich für Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Berufsbetreuung ein (21.03.2017)

v.l.n.r. Frank-Dieter Zielke, Canan Bayram, Eveline Kietz-Dierichen

Berlin, 21. März 2017 – „In meiner Anwaltspraxis hatte ich Mandanten, die aufgrund psychischer Umstände die Unterstützung von Berufsbetreuern brauchten. Daher weiß ich, wie vielfältig und anspruchsvoll die Aufgaben sind, die Sie übernehmen, und wie wertvoll für ein selbstbestimmtes Leben der Klienten.“ Das sagte die Sprecherin für Integrations-, Migrations- und Flüchtlingspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Canan Bayram, bei einem Gespräch mit Eveline Kietz-Dierichen und Frank-Dieter Zielke vom Landesvorstand Berlin des Bundesverbands der Berufsbetreuer/innen e.V. im Berliner Abgeordnetenhaus.

Ziel des Treffens war, die Grünenfraktionen zu motivieren, sich für die anstehende Gesetzesänderung für die Erhöhung der Stundensätze um 15 Prozent einzusetzen. „15 Prozent mag sich viel anhören – Abgeordnete jedoch haben im selben Zeitraum 30 Prozent mehr bekommen“, sagte Frank-Dieter Zielke.

Canan Bayram hält eine Gesetzesinitiative für notwendig und die Argumente für eine Erhöhung für berechtigt. Die Rechtsanwältin: „Ich kenne die Thematik von Anwaltskollegen, die Betreuungen übernehmen. Vergütung korreliert mit Qualität: Wenn ich so viel verdiene, dass ich mehr ins Detail gehen kann, mehr Zeit für Klienten habe, dann dient das der Qualität. Es kann nicht sein, dass Berufsbetreuer ihr privates Zeitkonto einsetzen – da müssen Sie mich nicht überzeugen.“

Die Argumente, die die BdB-Vertreter für eine Erhöhung vorbrachten, sind vielfältig: Seit 2005 wurden die Stundensätze nicht erhöht. Gleichzeitig stiegen jedoch die Anforderungen an Aufgaben, Verantwortung und Bürokratie. Das derzeitige System fördert stellvertretendes Handeln und eine Vernachlässigung der persönlichen Betreuungsführung. Damit steht es im Widerspruch zu den Vorgaben der UN-BRK (Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen). 

Dazu sagte Eveline Kietz-Dierichen vom BdB: „Kontakte mit Klienten sind das Wichtigste. Dafür brauche ich Zeit. Das Stichwort heißt hier Inklusion im Sinne der UN-BRK. Unsere Aufgabe dabei ist, den Willen zu ermitteln. Das geht nicht mit einem Gespräch alle halbe Jahr.“

Nach den bisherigen Ergebnissen zeigt die BMJV-Studie eindeutig, dass die Forderung des BdB nach höheren Stundensätzen zu Recht bestehen. Auch die Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, um den Beruf für junge Menschen attraktiver zu machen. In den kommenden Jahren gehen viele Berufsbetreuer/innen in Rente. Das System Betreuung ist auch an dieser Stelle bedroht.

Canan Bayram schätzt die Arbeit der Berufsbetreuer/innen und will sich für eine bessere Vergütung einsetzen, unabhängig davon, ob es durch das vom Bundestag verabschiedete Gesetz oder durch eine am Ende einer Strukturdebatte gefundenen Lösung erfolgt. Dafür will ich werben und darüber mit Justizsenator Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) sprechen.“

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Achtung: Änderung der BdB-Info-Veranstaltung am 28. November 2016

Ä n d e r u n g

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

 

den für den 28. November geplanten Infoabend zum Thema Datenschutz können wir leider derzeit nicht anbieten. Dennoch möchten wir den Termin um 19:00 in der Pro Seniore Residenz am Ku-Damm 100 nicht verstreichen lassen.

Wir möchten über den Stand der laufenden Studie informieren und die Gelegenheit zum kollegialen Austausch nutzen. Ich freue mich auf Ihr Kommen und verbleibe

mit freundlichen Güßen.


Siegfried Kaufmann

 


 
 

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TEsttext

Berlin, 23.7.2015

Es fehlt an Zeit für Klienten – Bundestagsabgeordnete Eva Högl (SPD) beim Praxistag in Berliner Betreuungsbüro

Dr. Eva Högl (SPD-MdB) ließ sich vom Berliner BdB-Landesgruppensprecher Thomas Behrendt die Arbeit von Berufsbetreuern erklären

„Ihre Kritik an den Rahmenbedingungen ist mehr als berechtigt. Sie haben zu wenig Zeit für Ihre Klienten.“ Die Bundestagsabgeordnete Dr. Eva Högl (SPD) will den Bundesverband der Berufsbetreuer/innen in seinem Engagement für bessere Rahmenbedingungen unterstützen. Dies kündigte die Politikerin im Rahmen eines Praxistages an, den sie im Büro des Berliner Landesgruppensprechers Thomas Behrendt absolvierte. „Es ist evident, dass sich in den vergangenen zehn Jahren die Anforderungen an die Berufsbetreuung massiv erhöht haben, Sie arbeiten aber weiter zu den gleichen Konditionen. Darunter wird auf Dauer die Qualität leiden“, so Högl zu Behrendt.

Thomas Behrendt unterstützt viele Klientinnen und Klienten mit Doppeldiagnosen. Menschen, bei denen beispielsweise eine psychische Erkrankung mit einer Sucht einhergeht: „Diese Fälle sind komplex. Mit durchschnittlich 3,2 Stunden pro Mensch und Monat, die ich abrechnen darf, komme ich nicht aus. Das Vergütungssystem berücksichtigt weder die Komplexität eines Einzelfalls noch die Aufgabenkreise, die ich als Betreuer erfülle. Es richtet sich lediglich danach aus, ob ein Klient im Heim lebt oder in der eigenen Wohnung, ob er vermögend ist oder mittellos.“

Konsens zwischen Högl und Behrendt bestand auch darüber, dass die Professionalisierung der Betreuung ein überfälliger Schritt hin zu mehr und verlässlicher Qualität ist. Dazu Eva Högl: „Ich bin eine Freundin von Standards. Klare Rahmenbedingungen sind wichtig. Für die Betroffenen geht es um sehr viel – etwa um Eingriffe in Grundrechte. Jeder einzelne Betreute muss sich darauf verlassen können, dass sein Berufsbetreuer ein Set an Qualifikationen mitbringt.“

Der BdB engagiert sich seit Jahren dafür, dass der Zugang zum Beruf Betreuer durch eine qualifizierte Ausbildung geregelt und verbindliche Standards für die Berufsausübung geschaffen werden. Thomas Behrendt „Wir brauchen eine anerkannte Fachlichkeit und Methodik, die für alle Kolleginnen und Kollegen verpflichtend ist.“

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Berlin, 15.7.2015

10 Jahre Betreuungsbüro Tegel BBT

Eveline Kietz-Dierichen, Kerrin Elmen-Hain, Antje Hermesson und Thorsten Decker (v. l.) vom Betreuungsbüro Tegel

Zu Gast auf der Jubiläumsfeier: Elena Janako vom Jugendamt Reinickendorf, Andreas Kumm (M.), Leiter der Betreuungsbehörde Reinickendorf, und Andreas Höhne, stellvertretender Bezirksbürgermeister

Das Betreuungsbüro Tegel (BBT) feierte sein zehnjähriges Bestehen. Der Einladung folgten zahlreiche Gäste, darunter der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Jugend, Familie und Soziales, Andreas Höhne.

„Wir brauchen mehr Zeit für unsere Klienten“, forderte Eveline Kietz-Dierichen, die Gründerin des BBT. „Ziel unserer Arbeit ist es, den Wunsch und Willen unserer Klientinnen und Klienten zu ermitteln, um ihnen so viel Selbstständigkeit wie möglich zu erhalten. Ob es nun der Wunsch ist, in einer eigenen Wohnung zu leben, oder als älterer Mensch seine Wohnung zu behalten.“

Berufsbetreuer stünden Menschen zur Seite, die nicht in der Lage sind, alle oder einen Teil ihrer Anliegen selbst umsetzen zu können. Die Bürokratie habe zugenommen, Anträge würden immer komplizierter. Das Zeitbudget von durchschnittlich 3,2 Stunden, das pro Mensch und Monat abgerechnet werden darf, reiche hinten und vorne nicht mehr. „Deshalb fordern wir mindestens fünf Stunden“, so Kietz-Dierichen.

Und weiter: „Wir kämpfen und stehen ein für gute Qualität in der Betreuungsarbeit und haben uns durch die Eintragung im BdB-Qualitätsregister diesem Ziel verpflichtet. Wir kämpfen auch um die Anerkennung als Beruf inklusive Schaffung einer  Berufskammer. Dabei verfolgen wir das Ziel, die Wünsche und Bedürfnisse unserer Klienten zu ermitteln, sie umzusetzen und ihnen in jeder Situation ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.“

Insgesamt nahmen mehr als 100 Gäste an der Jubiläumsfeier teil, darunter zahlreiche Kolleg/innen, Wegbegleiter/innen, Ansprechpartner/innen in den Einrichtungen der Altenhilfe, der Jugend- und Behindertenhilfe sowie Betreuer/innen und Einzelfallhelfer, die die Klient/innen im Team von Eveline Kietz-Dierichen im täglichen Leben unterstützen. Ein besonderer Dank galt den Ansprechpartnern von Firmen und Unternehmen, die die Arbeit des Betreuungsbüros begleiten. Dazu zählen Ansprechpartner bei den Banken sowie die Anwälte und Steuerberater des Büros.

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Archiv

Archivierte Informationen finden Sie hier.

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